Buenos Aires, 16. Mai 2026, 19:01 ART
River Plate und Rosario Central haben am Samstag vor dem ersten Halbfinale des Torneo Apertura 2026 ihre Startaufstellungen bekannt gegeben, mit Ángel Di María als Anführer und River-Trainer Eduardo Coudet, der gegen seinen alten Klub antritt. Anstoß im Monumental ist für 19:30 Uhr Ortszeit angesetzt.
Es ist ganz einfach: Wer gewinnt, steht am 24. Mai im Finale in Córdoba, wo Argentinos Juniors oder Belgrano warten. Ein Abend, eine Entscheidung, und das enge Titelrennen bekommt seine erste Vorentscheidung.
Das ist jetzt relevant, weil River von Coudets Verpflichtung im März profitieren und schnell ein nationales Finale erreichen will. Central, angeführt von Di María – dem Star einer Mannschaft, die im K.-o.-System bereits für Furore gesorgt hat – steht ihnen im Weg. Coudet übernahm von Marcelo Gallardo, kehrte nach seiner Spielerkarriere zu River zurück und bringt Erfahrung aus früheren Trainerstationen bei Rosario Central und Racing Club mit.
Coudet setzt bei River auf Santiago Beltrán im Tor. Die Abwehrreihe: Gonzalo Montiel, Lucas Martínez Quarta, Lautaro Rivero und Matías Viña. Im Mittelfeld spielen Aníbal Moreno, Fausto Vera, Tomás Galván und Juan Cruz Meza. Im Sturm: Facundo Colidio bildet ein Duo mit Sebastián Driussi.
Jorge Almirón stellt Rosario Central mit Jeremías Ledesma im Tor auf; die Viererkette bilden Emanuel Coronel, Ignacio Ovando, Gastón Ávila und Agustín Sández. Im Mittelfeld: Vicente Pizarro, Franco Ibarra, Pol Fernández. Im Angriff Di María, Enzo Giménez und Enzo Copetti. Diese Aufstellung setzt auf Ballbesitz, aber wenn River aufmacht, hat Central die Mittel für schnelle Konter.
Nicolás Ramírez wird das Spiel leiten, während Silvio Trucco für den VAR, das Videosystem für Schlüsselszenen, zuständig ist. Zuschauer in Argentinien können das Spiel auf ESPN Premium oder TNT Sports verfolgen.
River erreichte das Halbfinale durch ein Elfmeterschießen in der letzten Runde und setzte sich dann zu Hause mit einem 2:0-Sieg im Viertelfinale durch. Central hingegen hatte einen holprigeren Weg – TyC Sports berichtet, dass Almiróns Team mit einer Serie von sieben Siegen und einem Unentschieden aus acht Spielen in dieses Duell ging.
Die Einsätze in diesem Spiel sind nicht nur eine Frage der Strategie. Centrals 2:1-Sieg im Viertelfinale gegen Racing löste vor Ort Kritik an der Schiedsrichterleistung und den roten Karten aus, daher werden Ramírez und das VAR-Team im Fokus stehen, falls das Halbfinale hitzig wird oder das Ergebnis knapp bleibt.
Der persönliche Faktor für Coudet bleibt bestehen. Bereits im Februar gab Rosario Centrals Präsident Gonzalo Belloso zu, dass er Coudet „viele Male“ angesprochen habe, um ihn als Trainer für Central zu gewinnen, und sagte, er würde sich „unwohl“ fühlen, wenn Coudet den Job bei River annehmen würde. Nun, da Coudet im Halbfinale auf der anderen Seite steht, wirken Bellosos Worte anders. La Página Millonaria
Di María bietet Central eine entscheidende Offensivoption. Laut Infobae hat er für Rosario Central nur einmal im Monumental gespielt – eine 0:2-Niederlage gegen River im Jahr 2006. Seitdem war er oft mit der argentinischen Nationalmannschaft zurück. Jetzt kehrt er als Hauptgefahr von Central im Angriff in einem nationalen Pokal-K.o.-Spiel zurück.
River spürt immer noch das Gewicht der letzten Jahre. Wie Infobae feststellte, hat das Team seit der Copa Argentina 2019 kein Halbfinale mehr erreicht, um ins Finale einzuziehen. Seitdem sind sie in den Halbfinals der Copa Libertadores, Copa de la Liga und Copa Argentina gescheitert.
Wenn Central weiterkommt, wird der Spielplan brutal. Copa Libertadores am 19. Mai, dann direkt ins Apertura-Finale bis zum 24. Mai und ein weiteres internationales Spiel am 27. Mai. Wenn das Spiel am Samstag in die Länge gezogen wird, werden Almiróns Optionen knapp.